Leuchttürme

Leuchtturm in Czołpino

Latarnia morska w CzołpinieDer Leuchtturm Czołpino liegt zwischen Leba und Rowy, im Gebiet des Slowinski Nationalparks. Er wurde zwischen den Seen Gardno und Łebsko, ca. 1 km vom Meeresufer, auf einer hohen Düne gebaut. Das Haus des Leuchtturmwärters befindet sich am Fuß des Leuchtturms, auf der Landesseite. Zur Zeit ist es aber nicht bewohnt, und der Leuchtturmwärter wohnt in einem Dorf, ca 10 km vom Leuchtturm entfernt.

1872 begann man mit dem Bau des Leuchturmes, aufgrund eines Entwurfes von Ingenieur E. Kummer. Die Lage des Turms verhinderte die Zufuhr von Baumaterialien von der Landesseite aus. Man musste ein extra Gerüst bauen, auf dem die mit Booten gelieferten Baumaterialien ausgeladen wurden. Wegen dieser Schwierigkeiten dauerte der Bau des Leuchtturms in Czołpino mehr als drei Jahre. Erst am 15.01.1875 beleuchtete sein Licht eine Strecke der baltischen Küste. Am Anfang wurde in der Laterne eine 1. Klasse Optik von Fresnel und eine Petroleumlampe mit 5 konzentrischen Dochten als Lichtquelle installiert. Die Lampe verbrauchte ca. 3600 kg Mineralöl jährlich und leuchtete mit weißem, ununterbrochenem Licht. In der Zwischenkriegszeit wurde die Petroleumlampe durch eine elektrische Lampe ersetzt und die Lampe leuchtete ununterbrochen.

Der Leuchtturm wurde aus rotem Blendziegel in Form eines Kegelstumpfes gebaut. Am Fuß hat der Turm einen Durchschnitt von 7m, und seine Höhe beträgt 25,2 m. Den Krieg hat der Leuchtturm im guten Zustand überstanden und nach Kriegsende, schon am 7.12.1945, erleuchtete sein Licht wieder und leuchtet bis heute ununterbrochen.

Das Gerät ist eine 1926 in Frankreich hergestellte katodioptrische Trommellinse. Es besteht aus 43 geschliffenen prismatischen Ringen und einer 1000 W Halogenlampe, die sich in einem zweistelligen Umschalter befindet. Die Höhe der Linse beträgt 275 cm und ihr innere Durchschnitt – 180 cm.


Leuchtturm in Ustka

Latarnia morska w UstceDer Leuchtturm in Ustka steht am Ansatz des östlichen Wellenbrechers, an der Mündung des Flusses Słupia in die Ostsee.

1871 wurde an der Pilotenstation ein Mast gestellt, auf den eine Öllampe mit dem Apparat von Fresnel aufgezogen wurde. Das rote Licht hatte eine Reichweite von 6 Seemeilen und eine Höhe von 11,6 m ü.

Im Jahre 1892 hat man aus rotem Blendziegel eine neue Pilotenstation mit einem achteckigen Turm gebaut. Auf der Turmspitze befand sich eine Laterne mit einer moderneren Linse der 4. Klasse, aber mit gleichen Parametern, wie die frühere. 1899 wurde die Linse gegen eine andere der 6. Klasse getauscht, und 1904 wurde die Lichtcharakteristik auf weiß und unterbrochen geändert.

Die Vorkriegszeit war für den Hafen in Ustka eine sehr gute Zeit. Man hat im Jahre 1903 Wellenbrecher gebaut und in den Jahren 1914 – 1926 den Kai des Winterbeckens modernisiert. Weitere Entwicklung wurde durch den zweiten Weltkrieg unterbrochen. Zum Glück hat der zerstörerische Krieg die Pilotenstation und den Leuchtturm verschont.

Der Leuchtturm steht heute in seiner ursprünglichen Form. Nach dem Krieg konnte er schon am 15.11.1945 in Betrieb genommen werden. Die Optik im Leuchtturm besteht aus einer Zylinderlise mit dem Durchmesser von 100 cm und zwei Glühbirnen 1 kW in einem zweistelligen Umschalter. Eine der Glühbirnen ist ein Ersatz und wird automatisch eingeschaltet, falls die erste durchbrennt.


Leuchtturm in Darłowo

Latarnia morska w Darłowie

fot. Krzysztof Subicki, www.info.darlowo.pl

Der Leuchtturm Darłowo wurde am Ansatz des östlichen Wellenbrechers gebaut, bei der Mündung von Wieprza an die Ostsee. Er sollte den Seeleuten einen sicheren Eingang in den Hafen Darłowo weisen. Der Leuchtturm befindet sich eigentlich in Darłówko Wschodnie, welches heute ein bekannter Urlaubsort ist und der Hafen in Darłowo dient vor allem den Fischern und Seeleuten.

Es ist aber bekannt, dass es im Jahre 1885, am Ansatz des östlichen Wellenbrechers eine kleine Lotsenstation gebaut wurde. Das Gebäude wurde aus rotem Blendziegel errichtet, mit einem viereckigen Turm an der südlichen Seite. Im zweiten Stock der Station hatte der diensthabende Lotse sein Zimmer, von dort aus beobachtete er die Reede. Er bediente auch den Leuchtturm, dessen Licht den Seeleuten den Weg zum Hafen zeigte. Die Lampe mit einer Linse der 4. Klasse befand sich in einem Fenster in der Höhe von 12,2 m. Sie leuchtete mit einem roten, ununterbrochenen Licht, mit einer Reichweite von 6 Seemeilen.

1899 wurde im Leuchtgerät die Linse ausgetauscht und mit einer zylindrischen, katodioprischen, um zwei Klassen besseren ersetzt. Aus der Beschreibung der Lichter wissen wir, dass 1904 die Lichteigenschaften geändert wurden. Der Leuchtturm leuchtete jetzt weiß und unterbrochen.

Um die Lichtweite zu vergrößern, wurde der Turm im Jahre 1927 um einen weiteren Stock erhöht, über dem eine Laterne mit einer weißen Stahlkuppel, umgeben von einer kleinen Galerie, gebaut wurde. Die Gesamthöhe des Leuchtturms betrug jetzt 22 m. In der Laterne wurde eine prismatische Telleroptik, bestehend aus 13 Segmenten, montiert. Es ist auch ein Umschalter für zwei Lampen, jede 1000 W, installiert worden.Das Gebäude befindet sich bis heute in einem gutem Zustand.

Im Jahre 1996 wurde eine Modernisierung der Energiequelle durchgeführt. Der Leuchtturm kann jetzt im Falle einer Störung der Stromversorgung bis zu einer Woche ununterbrochen arbeiten. Die Lichtquelle ist jetzt eine 100 W Halogenlampe, die sich in einem automatischen 6-lampigen Umschalter befindet. Die Optik blieb unverändert. Die ununterbrochene Arbeit des Leuchtturms ist dank einer Ersatzbatterie möglich (die sog. Pufferbatterie). Bei einem Stromausfall schaltet sich die Batterie automatisch ein. Es wurde auch die Lichtcharakteristik geändert: 1+2+1+11=15 s, unverändert blieb die Dauer des Lichtzyklus, aber Leuchtsignale zwischen den Pausen wurden verlängert: 2+2+2+9=15 s.

Der Leuchtturm in Darłowo wird durch seine Lage schlechten Wettereinflüssen ausgesetzt. Während der Stürme wird der Turm, trotz eines starken Wellenbrechers vom Wasser überschwemmt und im Wintern ist die ganze Nordwand vereist. Deswegen wurde die Nordwand, aus Keramikziegel, später mit einer zweiten Ziegelschicht befestigt und mit einem Kalk – Zement Putz versehen. Die Wand ist insgesamt 54 cm dick. Doch der Einfluss des Meerwassers ist sehr schädlich, so dass die Wände stark angefeuchtet und eingesalzt wurden. Bevor das Gebäude den Besuchern zugänglich gemacht wurde, musste es gründlich renoviert werden.

In den 60er Jahren des 20. Jh. wurden an der östlichen Seite zum Turmgebäude zusätzliche Räume hinzugebaut. Sie sollten den Arbeitern dienen, welche den Turm renovierten. Dieses Nebengebäude wurde in demselben Stil gebaut, wie der Turm. Es ist ohne Keller und es verändert die Hauptform des Leuchtturms nicht.


fot. Krzysztof Subicki, www.info.darlowo.pl


Leuchtturm in Jarosławiec

Latarnia morska w JarosławcuDer Leuchtturm befindet sich im südlichen Teil des Dorfs Jarosławiec, etwa 400 m vom Meer entfernt, auf einem Hügel ca. 20 m ü. d. M.. Er steht an einem Feldweg nach Nadmierz, südlich von der Landstrasse Jezierzyny – Rusinowo. Die Geschichte des Leuchtturms geht in die Anfänge des 19. Jh. zurück. Man beschloss  im Jahre 1835 einen Turm zu bauen. Das alte Gebäude wurde ausgebaut und als Wohnhaus für Leuchtturmwächter bestimmt. An der südwestlichen Seite hat man den Turm zugebaut, der erst im Jahre 1902 mit dem Haus verbunden wurde. Im Verbindungsteil entstand ein zusätzlicher Raum. Auf der roten Fassade des Turms unterscheidet man deutlich, dank den Gesimsen, vier Stöcke. In der runden Spitze des Turms befindet sich eine Laterne. In der Laterne installierte man die Optik aus dem ersten Turm. Die Optik bestand aus 15 Öllampen mit parabolischen Spiegeln und einem Drehwerk. Das am 1.07.1838 zum ersten mal angezündete Licht hatte eine Reichweite von 16 Seemeilen. Die Gesamthöhe des Turms mit der Laterne war 33,3 m und in dieser Form steht das Gebäude bis heute. Ende 1974 modernisierte man das optische Gerät. In die Telleroptik, mit dem Durchmesser von 1000 mm, wurde ein Drehapparat Typ AGA PRB-21 montiert. In jedem der vier Teile des Apparats befinden sich sechs Scheinwerfer, jeder 600 W, von denen vier leuchten und zwei als Ersatz dienen. Seit Februar 1975, nach der Modernisierung der Drehoptik, zeigt der Leuchtturm wieder den sicheren Weg für Schiffe, die auf der Ostsee fahren. Der Leuchtturm in Jarosławiec ist auch ein Radioturm und sendet das Erkennungssignal „JA“ (im Morse Alphabet).


Leuchtturm in Stilo

Latarnia morska w StiloWurde in den Jahren 1904 – 1906 erbaut. Zwei weiße Emporen krönen einen konischen, sechszehneckigen Turm. Er steht auf einer 45 m hohen Dünne ca. 1000 m vom Ufer entfernt.

Die einzelnen Elemente wurden mit Schrauben fixiert und mit Blei abgedichtet. Nach dem Krieg im April 1946 wurde der Leuchtturm erneut in Betrieb genommen.

Im Jahr 1975 hat der Leuchtturm neue Leuchtmittel erhalten – eine Drehvorrichtung mit 3 Tafeln PRB 21. Auf jeder Tafel befinden sich 6 Leuchtmitteln und 2 Ersatzlampen

Die Höhe des Turms – 33,4 m

Die Höhe des Lichts über dem Wasser – 75 m,

Die Reichweite des Lichts – 23,5 Mm

Teksty : http://www.latarnie.rajchowiak.com/latarnie/ustka_niem.html